Reue – ein Treibstoff für Veränderung

Der Schmerz der Reue kann dich tief mit deinem Schmerkörper in Berührung bringen. Wenn das passiert kommt schnell der Impuls des Verdrängens auf, den was haben wir nicht alles gehört darüber das wir doch nicht an der Vergangenheit hängen sollen und im hier und Jetzt Dankbar sein sollen.

Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Wort “Sollen”, solange wir dieses benutzen kämpfen wir gegen das was ist. Klar ist es toll im Hier und Jetzt und der Dankbarkeit zu leben und das würde ich auch weiterhin raten. Z.B. wenn Gefühle der Reue auftauchen, dann darf man diese auch mit Dankbarkeit anschauen, den was man bereut hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, man hat etwas gelernt. Und es scheint als wäre es so schrecklich das die Dinge so gelaufen sind wie sie gelaufen sind, doch man kann es nicht ändern.

Alles was man tun kann ist das hier und Jetzt daraus neu entstehen zu lassen. Alles was wir bereuen darf neuer Treibstoff sein für wie wir unser Leben heute leben. Die Vergangenheit wird dadurch gewürdigt und sinnvoll, den die Erlebnisse die zu Erkenntnis geführt haben dürfen somit einen Sinn bekommen.

Ich will auch ein praktisches Bsp geben sagen wir eine Mutter leidet an dem was sie alles “falsch” gemacht hat mit ihren Kindern. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, doch was können wir tun? Wir können uns überlegen welche Schritte es gibt zur Widergutmachung. Kann ich mich entschuldigen für die Fehler der Vergangenheit? Wie wird mein Kind darauf reagieren? Wie entschuldige ich mich am besten? Und was kann ich heute anders tun um meine neue Haltung/Überzeugung zu leben?

Dazu ein paar grundlegende Info zum Thema Entschuldigen.

Entschuldigen bedeutet zu sagen: Ich habe erkannt und es tut mir leid das ich dir schaden zu gefügt habe. Ich will von nun an darauf achten das ich dies nicht widerhole.

Entschuldigen bedeutet nicht:

Es tut mir so leid, bitte vergib mir ich leide so unter dieser Schuld und wenn du mir nicht vergibtst….

Vergebung ist etwas das wir uns selbst erlauben müssen. Wenn wir uns nicht vergeben, dann kann es auch kein andere tun. Und wenn dir jemand nicht vergibt kannst du dir trotzdem selbst vergeben.

Wichitg ist auch das zulassen der Reue, der Schmerz und die Traurigkeit darft voll ausgedrückt werden. Das sind wichtige Gefühle die nicht im Körper eingeschlossen bleiben sollten, sondern denen wir Ausdruck verleihen dürfen damit sie ihre Aufgabe erfüllen.

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Thema ist der Punkt der grossen Zusammenhänge. Mir persönlich hilft es sehr daran zu glauben das alles was geschieht richtig ist und zu Erfahrungen geführt hat die wichtig und wertvoll sind auch wenn es noch so unglaublich scheint.

Das Buch vom Propheten von Kahlil Gibran weist an dieser Stelle auch sehr schön auf grössre Zusammenhänge hin, die uns schwer verständlich sein können und doch auf Wahrheitsresonanz im Herzen treffen.

….Der Ermordete ist nicht ohne Verantwortung an seiner Ermordung. Und der Beraubte nicht schuldlos an seiner Beraubung. Der Rechtschaffene nicht unschuldig an den Taten des Bösen. ….Ihr könnt nicht den Gerechten vom Ungerechten trennen und nicht den Guten vom Bösen….Und wie wollt ihr gerechtigkeit verstehen, wenn ihr nicht alle Taten in vollem Licht anschaut?

Erst dann werdet ihr wissen, das der Aufrechte und der Gefallene nichts als ein Mensch sind, der zwischen der Nacht seines kleinlichen Ichs und dem Tag seines göttlichen Ichs im Dämmer steht.

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